Home » Porträt Manfred Hermann Nigl

Porträt Manfred Hermann Nigl

Das Leben schreibt seine eigenen Bücher, aber Autor Manfred Hermann Nigl hat den Spieß umgedreht und schreibt Bücher aus dem Leben.

Fragen an den Autor Manfred Nigl

Bist du Selfpublisher, Verlagsgebunden oder ein Hybridautor? Selfpublisher

Was hat dich zum Schreiben bewogen? Meine 2-jährige Sozialtätigkeit in der Schweiz hat mich inspiriert, statt wie beabsichtigt fantasievolle Krimis, über Süchte und deren Auswüchse zu schreiben. Schicksale, Süchte und Leidenschaften sind die Grundlagen in meinen Romanen, welche im Kern auf wahren Begebenheiten beruhen. Aber auch jede Menge persönliche Erlebnisse aus meinem unsteten Dasein.

Welchen zeitlichen und/oder finanziellen Aufwand hast du betrieben, um dir den Traum von einem veröffentlichten Buch zu erfüllen? Meinen ersten Roman schrieb ich nach meiner Ankunft auf den Philippinen im Jahre 2004. Er beinhaltet Episoden meines Lebens und half meiner Seele, die Vergangenheit besser zu verarbeiten. Danach flossen die sozialen Geschichten von alleine raus. Im Jahre 2007 bewarb ich mich bei einigen Verlagen und wurde von einem herzlichst als neuer Autor willkommen geheißen. Nach der anfänglichen Freude kam alsbald die Enttäuschung, mit der Offerte von 6'000 Euro Unkostenzuschuss. Ernüchtert verstaute ich meine Manuskripte in der Schublade meines Schreibtisches.  Als das I-net auf meiner kleinen Insel permanent nutzbar wurde, stellte ich erstaunt fest, das Selfpublishing jedem erlaubt, sein Werk zu veröffentlichen. Ich entschied mich für den billigsten Weg, publizierte meinen zweiten Roman „Dünnes Eis“ auf Amazon. Davon beflügelt, editierte ich meinen dritten Roman „Der Blender“, um auch ihn zu veröffentlichen. Kurz davor wurde ich von Amazon gebloggt, konnte auf meinen Account nicht mehr zugreifen. Erklärung: Verdächtige Manipulationen bei einer Buchbestellung! Nach dem ersten Schock entschied ich mich im September 2021 für einen deutschen SP Verlag – tredition. Der Hauptgrund war die Tatsache, dass ich mein Manuskript mit Word verarbeiten konnte. Es klappte auf Anhieb und nach endlosen Wochen für den Transport, hielt ich im November 2021 stolz mein erstes Buch in meinen Händen.

Bist du mit deinen Büchern zufrieden oder gibt es etwas, was du im Nachhinein lieber anders gemacht oder erzählt hättest? Bis heute, Ende Februar 2022, kann ich auf Amazon nicht zugreifen. Trotz unzähliger mails und einigen Telefonaten mit Amerika passierte bis dato nichts. Immer dieselbe Antwort: Wir werden ihnen in den nächsten Tagen ein mail senden!

Anders hätte ich vor allem das Marketing gemacht. Nicht blindlings veröffentlichen und ein wenig posten. Empfehlenswert ist Vorarbeit, Sichtbarmachung. Natürlich auch Blogger oder Lesegruppen. Auf alle Fälle professionellerer Einstieg.

Welcher Aspekt macht dein Buch subjektiv gesehen besonders? Das der Leser sich mit der Sucht meines Protagonisten identifizieren, resp. aus den Geschehnissen etwas lernen, mitnehmen oder weitergeben kann.

Was war für dich die größte Herausforderung bei deinem Erstlingswerk? Mein Erstlingswerk wird erst in dem Jahr veröffentlicht. Ist noch am Korrekturlesen. Nur so viel im Voraus: meine Testleser meinten, sie konnten fast nicht aufhören weiterzulesen. Ich werde auf Anraten meiner lieben Autorenfreunde und der Autorenecke-Gelsenkirchen den Beginn des Romans ändern! Danke an alle die mir dabei geholfen haben, dem Roman den letzten Schliff zu geben!

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht und in welchen Genres bist du unterwegs?

Zwei Bücher im Genre #Belletristik #roman #schicksalsroman #lebensroman

Welches deiner Bücher liegt dir besonders am Herzen und warum? „Dünnes Eis“ (Amazon - Autor Manfred Hermann) weil es nie zu spät ist, sein Leben positiv zu verändern! Alkoholismus betrifft eine Sucht, die Millionen in ihrer Gewalt hat, in unserer Gesellschaft akkreditiert ist und trotzdem so viel Unheil nach sich zieht.

Fragen an den Mensch Manfred Hermann Nigl

Was magst du und was nicht? Ich mag: Offenheit, Aufrichtigkeit, Mitgefühl, Toleranz, Verständnis, Dankbarkeit, positives Denken

bzw. nicht: Gier, Geiz, Vorurteile, Verachtung, Diskriminierung, negatives Gedankengut

Wie würdest du dich selbst beschreiben? Ich habe aus allen Fehlern immer wieder gelernt, mich bei Rückschlägen nie aufgegeben, immer weitergekämpft und trotz vieler Hindernisse, meine mir gesteckten Ziele erreicht!

Was sind deine Stärken und Schwächen? Meine Stärken: Selbstbewußt, offen, hilfsbereit, arbeitssam, sittsam und nächstenliebend 

Meine Schwächen: Introvertiert, vertrauensvoll, leichtgläubig, zu entscheidungsfreudig

Was ist dir wichtig und was nicht? Wichtig: Gesundheit, Familie, echte Freunde, Existenz, Erfolg, Lebensfreude, Dankbarkeit

Nicht wichtig: Feste, Partys, Reichtum, Glanz und Gloria

Verrate uns doch bitte deine Geschmäcker? Lieblingslied: Da gibt es viele Hits, vor allem melodiöse Evergreens Lieblingssänger, Sängerin oder Band: Engelbert, Frank Sinatra und die Beachboys, da sie in meinem Stimmbereich liegen und ich sie beim Karaokesingen gerne kopiere Lieblingsfilm: Keinen Lieblingsschauspieler/in: Viele Lieblingsstadt: Luzern/Schweiz Lieblingsland: Bayern/Deutschland Lieblingstier: Hund Lieblingssport: Skifahren Lieblingsbuch: Sorge dich nicht – lebe von Dale Carnegy

Deine drei größten Wünsche sind? Noch einige Jahre geschenkt zu bekommen, Frieden auf Erden mit einer gerechteren Verteilung aller irdischen Güter, meine letzten kleinen Ziele zu erreichen.

Was würdest du auf dieser Welt verändern, wenn du es könntest? Einen Virus er/finden, der alle Menschen infiziert und dazu bringt, nur noch in Frieden miteinander leben zu wollen! Die Antwort ergibt sich von selbst!

Womit verbringst du deine Freizeit, abgesehen vom Schreiben? Mit meiner Familie, mit meinen Pflanzen im Garten, mit Haushaltsarbeit und in meinem Atelier um zu malen.

Dein Lebensmotto lautet? Lebe jeden Tag als wenn es dein Letzter wäre!

Dein bisher schlimmstes und schönstes Erlebnis?

Mein schlimmstes Erlebnis Auf der Insel Bali, im November 2002, rutschte ich bei einem Platzregen auf einer schlüpfrigen Außendiele aus und verrenkte mir extrem die linke Schulter. Da ich ein Kämpfer bin, war Bewegung für mich die wichtigste Eigentherapie. Am 19. Dezember schwamm ich sinnierend im warmen Meer, um meinen lädierten Arm wie immer zu trainieren. Ich bemerkte nicht, dass sich das Meer stark zurückzog. Als die Kraft urplötzlich nicht mehr reichte, realisierte ich mit einem Rückblick, dass das Ufer nur noch als winziger Landstrich zu sehen ist. Die Sogwirkung und die Höhe der Wellen wurden immer größer.  Zu meinem Entsetzen stellte ich fest, dass ich nicht mehr die Kraft habe, den Strand zu erreichen. Nach dem ersten Schock, durchdrangen hundert Gedanken in wenigen Sekunden meinen Kopf. Meine Familie, mein halbes Leben, so vieles durchströmte mich und ließ mich ungewollt haltlos weinen. Ich fragte mich warum jetzt, wenige Tage vor Weihnachten. Mir war klar, dass ich das Ende meiner irdischen Laufbahn erreichte. Nach den Tränen folgte der eiserne Entschluss, mich nicht unterkriegen zu lassen. Doch es nützte wenig. Meine Kräfte waren am Ende. Die Wellen schlugen bereits mehrmals über meinen Kopf. Als mein Mund bereits einiges an Salzwasser aufnahm, sah ich einen Surfer in einiger Entfernung von mir, auf seinem Surfbrett liegend und wie verrückt paddelnd. In meiner Verzweiflung schrie ich aus allen Kräften und hatte Glück. Die Person hörte mich. Es war eine Dame, die ebenso mit den starken Wellen ihr Problem hatte. Sie kam mir näher und rief, ich solle mich am Surfbrett festklammern. Ich schaffte es und sie gab sich alle Mühe, uns Richtung Strand zu bewegen. Auf halbem Wege verließ mich die Kraft und meine rechte Hand löste sich vom Holzbrett. Das wars, waren meine letzten Gedanken.

Mein tatsächlich schönstes Erlebnis: Als ich erwachte, war ich von vielen Personen umringt. Mein Freund der Bademeister lächelte mich an. „Gut bist du wieder da, ich habe gepumpt und dich wie verrückt geküsst“. Jetzt lacht der Gay aus vollem Halse. Langsam erinnere ich mich, ich hatte den Tod vor Augen, es schaudert mich.

„Die Engländerin die dich rettete, ist schon weg. Wir sind ihr alle dankbar. Nachdem sie dem Ufer schon nahe war, hat sie geschrien wie am Spieß.  Ich rannte so schnell ich konnte ins Wasser und kraulte zu dir. Du warst schon weggetaucht. Aber es klappte doch noch. Du hattest einen Schutzengel.“ „Ja anscheinend, ich werde mich ihm immer erkenntlich zeigen.“ Ich bedanke mich herzlich und lade die Anwesenden am Abend in eine Bar ein, um meine Auferstehung zu begießen. Man stirbt ja schlie0lich nicht jeden Tag.

Wie war es, als du dein erstes Buch veröffentlicht hast? Welche Gefühle hattest du in diesem Moment? Als ich die Entertaste bei der Eingabe beim Verlag drückte, war ich erleichtert. Nachdem mich die positive Bestätigung von Amazon erreichte, war ich zufrieden und glücklich. Als ich mein Buch dann zum ersten Male live sah, war ich happy. Stolz war ich eigentlich nie, da ein abgeschlossenes Manuskript nur eine gewisse Befriedigung auslöst. Wenn ich dann einen der ersten Plätze auf einigen Plattformen und bei Verlagen erreiche, dann werde ich bestimmt mit Stolz erfüllt sein. Könnte ich mir zumindest vorstellen.

Wurden deine Erwartungen enttäuscht und falls ja, mit welchen veröffentlichst du neue Bücher? Von Amazon bin ich grenzenlos enttäuscht! Ich weiß nicht ob und wie viele meiner Bücher gelesen oder verkauft wurden, da ich ja seit 6 Monaten nicht mehr auf meinen Autorenaccount zugreifen kann. Genauso wenig kann ich irgendwelche Preisaktionen starten.

Bei meinem zweiten Roman „Der Blender“ war ich ob der Verkaufszahlen enttäuscht. Schuld ist mein miserables Marketinggebaren und vielleicht auch das Genre „Schicksalsroman“ von der Sucht der Geldgier. Doch die Lebensgeschichte meines ehemaligen Schützlings im Sozialprojekt hat mich so stark berührt, dass ich es einfach als Roman rauslassen musste.

Mein jüngstes Buch wird erst testgelesen, dann editiert, danach Korrekturgelesen, dann erst kommt der Rest an die Reihe. Cover, Lektorat, Veröffentlichung. Man sollte, wenn möglich, keinen Fehler zweimal machen! Gut Ding muss Weile haben, oder sollte es zumindest.

Was würdest du jedem Neuling in diesem Metier empfehlen? Als Greenhorn wie ich z.B., sich erst mal online informieren, lernen, Vergleiche ziehen, sich beim Genre schlau machen, Zielgruppe festlegen, Social Media bearbeiten, Lesegruppeen beitreten, Blogger suchen, Verlage filtrieren, vielleicht via Agenturen anfragen. Viel Arbeit für einen Neuling.

Zu welchen Zeiten und wie oft schreibst du innerhalb einer Woche? Normal täglich, tagsüber an ruhigen Plätzen im Haus.

Wie lange brauchst du für ein vollständiges Manuskript? Die ersten Romane schrieb ich intensiv in 2-3 Monaten. Einfach alles fließen lassen. Nur mein neues Manuskript hat fast 2 Jahre beansprucht, da ich auf die alten Tage nochmals Vater wurde und viel Zeit mit meinem kleinen Bengel verbringe. So schrieb ich, wenn er tagsüber schlief.

Wenn du ein Buch anfängst, wie hast du dich vorbereitet und nach welchen Regeln schreibst du, also frei drauf los oder mit einem Plot? Wenn ich ein Thema schon lange im Kopf habe, schreibe ich einfach drauf los, ändere oder ergänze hin und wieder ein Kapitel. Wenn es fertig ist, überarbeite ich es. Mit neuen Ideen ist es ein wenig schwieriger. Erst das Konzept, dann die Protagonisten, die Namen, die Orte. Je nach Thema recherchieren, im I-net nachforschen. Da ich auch noch zwei angefangene Romane habe, wird es in meiner jetzigen Situation entschieden länger, also 8-12 Monate dauern, je nachdem.

Was geht es dir, wenn du unter ein Manuskript das Wort Ende setzt? Einerseits bin ich froh, dass die Geschichte ihr Ende gefunden hat. Andererseits denke ich bereits an etwaige Änderungen, Episoden die zu vertauschen sind etc. Nach der totalen Überarbeitung ist das Kapitel Inhalt für mich vorläufig abgeschlossen. Es kommen alle anderen Tätigkeiten für die Publizierung an die Reihe.

Die schlimmste Aufgabe, die in Bezug auf das Schreiben umgesetzt werden muss, ist für dich welche? Mich im Marketing schlau zu machen, Social Media, Werbung auf verschiedenen Plattformen. Immerhin bin ich schon seit einigen Jahren Senior und die stundenlange Bildschirmarbeit ist mit alten Augen und starken Gläsern schon relativ anstrengend.

Die Idee für ein Manuskript, woher kommt sie, eher durch den Alltag oder mehr spontan? Erfahrungswerte jeglicher Art, Erlebnisse die mir anvertraut wurden, Themen die mich beschäftigten, Ereignisse aus meinem Leben, Alltagsgeschehen. Für die Idee eines neuen Romans kommt manchmal der Klick, die Inspiration ausgelöst durch irgendeine willkürliche  Begebenheit.

Unabhängig von allen Vor- und Nachteilen, aber mit dem heutigen Wissen: Würdest du das Abenteuer Belletristik erneut angehen? In jüngsten Jahren war ich nur auf Karl May und Co ausgerichtet, in jungen Jahren fesselten mich Krimis. Mein Berufsleben erlaubte mir kaum Zeit zum Lesen oder Scheiben. Am Abend fehlte mir die nötige Inspiration. All das verschob ich auf die Zeit danach. So geschah es auch. Aufgrund meines beschriebenen Backgrounds ergab sich die Belletristik von alleine. Es gibt auch in diesem Genre viel Interessantes zu lesen und auch zu schreiben. Leider interessieren sich in unserer hektischen Zeit mehr Leser für Sience Fiktion, Aliens und Krimis. Die ältere Leserschaft ist eher weniger im I-net, informiert sich lieber direkt im Buchladen oder über Zeitungsartikel. Ich werde trotzdem nicht zu Krimis wechseln. Zuviel Ähnliches wiederholt sich. Ich gehöre ohnehin zur letzten Generation und bleibe der Belletristik treu.

Welchen Dienstleister würdest du Selfpublishern zum Anfang empfehlen? Darf durchaus etwas ausführlicher sein! Nach meiner ersten Erfahrung einen Verlag, der sich in jeder Beziehung um die Bedürfnisse des Autors kümmert. Aber davon gibt es leider nicht allzu viele. Nach meinen neuesten Erkenntnissen wäre die Autorenecke-Gelsenkirchen sehr empfehlenswert. Sie deckt fast alles ab, was ein Selfpublisher für den Start benötigt.

Arbeitest du mit einem bestimmten Schreibprogramm? Da ich auf einer kleinen Insel im Südchinesischen Meer lebe, ist alles ein wenig einfach, auch mein  Schreibprogramm von Word. Von Papyrus habe ich schon viel gehört, aber all die Neuanschaffungen sind bei meinem bescheidenen Einkommen für mich zu teuer.

Wenn du schriftstellerisch tätig bist, stören dich Nebengeräusche oder bist du in deiner fiktiven Welt versunken? Es braucht schon ein wenig Ruhe, um flüssig zu schreiben. Hier bei mir gibt es keine Uhrzeit ohne Nebengeräusche wie Hundegebell, Gekrähe von den Hähnen im Minutentakt, sowie das Geblöke der niedlichen Geißen rundum. Wenn man sich in einen ruhigen Raum zurückziehen kann, hilft dies schon viel. Vorausgesetzt man hat einen zur Verfügung.

Was ist dein Lieblingsgenre und welches könntest du auf gar keinen Fall bedienen? Wie gesagt Belletristik, Lebensgeschichten, mitunter Dramen. Manchmal darf es auch heiter oder ein wenig frivol sein. Mit Erotic und blutrünstigen Morden habe ich absolut nichts am Hut. Vulgäre Ausdrucksweise widerstrebt mir ebenso wie Narzismus.

Hast du ein schriftstellerisches Vorbild oder welches Buch hat dich bisher am meisten beeindruckt? Da meine Mutter eine Leseratte und bei einem Buchklub war, habe ich in meiner Jugendzeit sehr viel gelesen, aber mich nie nur für einen Autor oder ein Genre begeistert. Alles quer durch den Gemüsegarten.

Welche Ziele strebst du als Autor/in an? Meine bereits fertigen Manuskripte in dem Jahr zu veröffentlichen, meine angefangenen und vielleicht noch einiges Neues in den nächsten 7 Jahren. Dann habe ich meine gesteckten Lebensziele alle erreicht und möchte mich danach für die nächsten 20 Jahren mehr dem Lesen widmen.

Konntest du schon Erfahrungen bei Buchmessen sammeln und wenn nicht, würdest du gerne? Mit Buchmessen habe ich absolut keine Erfahrung und es ist mir mit 18 000 km Entfernung auch leider nicht vergönnt, eine zu besuchen. Selbstverständlich wäre es einer meiner unerfüllbaren Träume, an einer Buchmesse teil zu nehmen. Da ich mittlerweile unzählige Autorenfreunde habe, würde es vielleicht ein Austauschbesuch möglich machen.

Hast du schon an irgendwelchen Preisausschreiben teilgenommen und wenn ja, welche Erfahrungen hast du gemacht? Bisher noch nicht. Bin aber jederzeit dafür offen.

Was ist für dich in deinen Büchern besonders wichtig? Klare Beschreibung der Situationen, nicht zu ausschweifend und intim, mit Humor und viel gegenseitigem Verständnis. Da es sich um gelebte Geschichten handelt, ist der Beschrieb der Charaktere und Handlungen für mich wichtiger, als eine ausgeblümte poetische Schreibweise über Flora und Fauna.

Schriftstellerisch gesehen: Was würdest du nie wieder tun? 17 Jahre mit der Veröffentlichung meiner Bücher warten!


Manfred Hermann Nigl an die Leser:

Ich bedaure, dass ich mich hier in meiner Wahlheimat erst sehr spät mit Social Media auseinandersetzte. Außerdem, dass ich zu Beginn auf alles marktschreierisch gepostete einließ und mich nicht auf das für mich Wichtige konzentrierte. Als ich im Herbst 2021 auf die Autorenecke-Gelsenkirchen aufmerksam wurde, war mir zu wenig klar, was die Gruppe leistet. Erst im Januar dieses Jahres realisierte ich, welche Möglichkeiten einem SP Autor geboten werden. Umso mehr erfreut es mich, dass ich nun die Möglichkeit habe, mich und meine Werke vorzustellen und auch noch volle Unterstützung auf verschiedenen Plattformen erhalte. In meinen ersten beiden Büchern weise ich immer wieder mal auf das Sprichwort „zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein“ hin. Es hat sich mit meinem Beitritt bei der Autorengruppe-Gelsenkirchen bestätigt. Auf alle Fälle danke ich herzlich für die Aufnahme, sowie die professionelle Unterstützung des gesamten Teams.

Liebe Leser. Auch euch möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen. Dafür, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, das gesamte Autoreninterview zu lesen. Es würde mich natürlich ebenso freuen, wenn ihr eines meiner Bücher, egal ob E-Book oder Hardcover, kaufen, lesen und weiterempfehlen würdet. Ich wünsche euch schon heute viel Vergnügen mit meinen etwas außergewöhnlichen Themen, die den Alltag vieler unserer Mitmenschen widerspiegeln. Meine Romane zeigen auf, das Karma zwar unser Leben beeinflussen kann, jedoch jeder einem Schicksalsschlag entgegenwirken kann, indem er an sich selbst glaubt und sich nicht aufgibt.