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Sabine Schildgen

Sabine Schildgen lebt einem Hund, zwei Katzen, sieben Schafen, 15 Hühnern, und Tausenden von Bienen seit über 25 Jahren in Bonn. Sie ist inzwischen 53 Jahre jung und hat in ihrem bisherigen Leben nicht nur zwei Semester angewandte Religionswissenschaften studiert, sondern auch bei einem Anwalt, in einer Buchhandlung, einem Verlag, Arztpraxen, Altenheimen und Kneipen gearbeitet. Inzwischen ist Schildgen Büromanagerin im heimischen Betrieb. Ebenso vielfältig wie ihr Leben sind auch ihre Gedichte und Texte.

Sabine Schildgen ist Mitglied der Gruppe „Autorenwelt“. In den neunziger Jahren veröffentlicht Schildgen mehrmals Gedichte in der Oldenburgischen Volkszeitung und gewinnt den 3. Platz im Lyrikwettbewerb des Montags-Clubs der Stadt Bonn. 2016 beginnt sie ihren Blog „www.wortgeflumselkritzelkram.wordpress.com“. Mit großem Erfolg veröffentlicht sie hier nicht nur ihre Gedichte, sondern inzwischen auch kürzeste Texte zu unterschiedlichsten Themen.  2018 ist sie unter den hundert Preisträger*innen des Gedichtwettbewerbs der „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte“ und ihr Gedicht „erinnerst du dich“ wird 2019 in der Anthologie „Ausgewählte Werke XXII“ veröffentlicht. Im Sommer 2019 nimmt sie an einer Lesung der Schreibgruppe um die Autorin Beate Fuhrmann auf dem „KunstRasen“ Bonn teil.  Im Februar 2021 veröffentlicht Sabine Schildgen ihren Lyrikband „Jenseits von Worten“.


Sabine Schildgen - Jenseits von Worten - Lyrik

Inhalt: Wortschöpfungen, Wörterflüsse und Wörterschlangen - all das findet man in dem Lyrikband "Jenseits von Worten", in dem uns Sabine Schildgen mitnimmt auf eine Reise quer durch Gefühle und Extreme. Dabei sprudeln Feuerwerke und Freudenstreusel oder tropfen schwarze Löcher und verletzende Tränen. Mal laut, mal leise schreibt die Autorin in ihrer ganz eigenen Melodie Gedichte, die berühren und bewegen.


Rezension *****

* Gänsehaut, Tränen, Glücksgefühle *

Beim Lesen von Sabine Schildgens wunderbarem Lyrikband „Jenseits von Worten" ist mir etwas passiert, was ich nie zuvor erlebt habe:

Mir war, als hätte ich selbst diese Texte geschrieben, als handelten sie von mir, meinem Leben, meinem Schmerz, meiner Hoffnung. In klarer Sprache, die nicht vor fantasievollen Wortkreationen zurückschreckt, aber auf platte Reime verzichtet, spinnt die Autorin mit viel Fingerspitzengefühl leichte, feine Wortgewebe, zart und doch so ausdrucksstark, dass sich die Stimmungen und Gefühle unmittelbar auf den Leser, die Leserin übertragen. Oft überzog mich bei der Lektüre eine Gänsehaut - wie kann es sein, dass ich mich in einem Text so „erkannt" fühle? -, manchmal klopfte mein Herz wild und an etlichen Stellen traten mir Tränen in die Augen. Wenn die Löwenmutter ihr Kind ziehen - oder fallen - lassen muss, zerreißt es nicht nur ihr, sondern auch mir das Herz.

Um aber keinen falschen Eindruck zu erwecken: Dies ist keine Sammlung düsterer Texte, die sich in ihrem Leid suhlen. Auch wenn schmerzhafte Lebensereignisse ihren Niederschlag finden, ist der Gedichtband doch von Hoffnung, Glauben an das Gute und unerschütterlicher Lebensfreude geprägt. Besonders stark kommt das in den Liebes- und Naturgedichten der Autorin zum Ausdruck. So wie ich liebt Sabine Schildgen das Meer - was war also naheliegender, als es genau hier zu lesen, vor dem Hintergrund des Wellenrauschens?

Dieser Gedichtband lässt mich bewegt, berührt und bereichert zurück. Ich kann ihn allen Liebhabern moderner Lyrik nur wärmstens ans Herz legen ❤️!

Bewertung von Kaia Rose